Hauptmenü
Kalender
- 29.06.2012 - 29.06.2012 Sonnwendfeier
Routenplaner zum RFV Gerstetten
Wer ist online?
Veranstaltungskalender
Event
- Title:
- Fuchsjagd hinter der Hundemeute
- When:
- 24.10.2010 - 24.10.2010
- Kategorie:
- Turnier / Fuchsjagd
Description
Die Einladung zur Fuchsjagd am 24.10.2010 gibt es hier.
Die Gerstetter Fuchsjagden
Die Geschichte der Gerstetter Fuchsjagden ist ebenso lang, wie die Geschichte des Vereins selbst. Bereits im ersten Jahr der Vereinsgründung, im Sept. 1970, veranstaltete der Verein zusammen mit den Pferdefreunden aus Stuttgart eine Fuchsjagd. Über 20 Reiter gingen damals auf die Strecke. Um hinterher auch einen Sieger feiern zu können, wurde über die Endlaufstrecke ein Zielband gespannt.
Die landschaftlichen Schönheiten der auch heute noch bewährten Strecke und ihr angenehmes Geläuf sprachen sich schnell herum. Ein Jahr später gingen bereits 40 Fuchsjagdreiter an den Start. Der unvergessene Gerstetter Bürgermeister Georg Fink hatte schon damals die Schirmherrschaft für diese Jagd übernommen. Die Jagdhornklänge des Bläserchors der Kreisjägervereinigung begleiteten diese Fuchsjagd. Ab jetzt musste aber der Sieger schnell und geschickt sein, denn es galt nun die über der Zielgeraden hängende Fuchslunte beim Durchgaloppieren zu erhaschen. Oft genug gelang dies nicht immer dem Reiter, der als Schnellster, die Ziellinie überritt. Vielmals waren die Jagden von wolkenverhangenem Himmel , stürmischen Regengüssen und selbst von Schneeschauern begleitet – doch abgesagt wurden die Jagd nie.

1985 verschaffte Harald Neun den Gerstetter Fuchsjagden ein völlig neues Flair. Aus der Fuchsjagd sollte nun eine Parforcejagd alten Stils unter der Hundemeute werden. Auch die Jagdhornsignale sollten genauso klingen, wie zu Zeiten von König Friedrich dem I.. Er war der letzte „Württembergische Herrscher“ der sich dieses Abenteuer leisten konnte, nur mit dem feinen Unterschied – die Meute jagte echte Füchse – während bei der Gerstetter Parforcejagd die Hunde die Spur einer synthetisch hergestellten Fuchswitterung verfolgen. Diese Fährte wird per Kanister von einem vorauseilenden Reiter mit dieser Flüssigkeit tröpfchenweise gelegt. Hektisch werden diese Jagden keineswegs, denn die Hunde brauchen nach 2-3 Kilometern (Schleppe) eine Verschnaufpause und auch Wasser. Dies kommt auch den Pferden zu Gute. Zusätzlich wird auch eine Hauptpause eingelegt bei der es auch für die Reiter zu einem „Bügeltrunk“ reicht.
Am Ende der Jagd werden die Hunde mit dem Curée in Form von 3 rohen Rindermägen belohnt, wobei diese jegliche Art von Tischsitten außer Acht lassen.
Eine Jagd ohne Vesper gab es zu Friedrichs Zeiten nie. Genau so hält es der Gerstetter Reitverein – im beheizten Foyer der Reithalle wird zum Jagdmahl geladen. Dazu sind auch die Zuschauer herzlich eingeladen.
Diese Gerstetter Parforcejagden alten Stils mit den französischen Hirschhunden des Süddeutschen Hunting Clubs sind in der Vereinsgeschichte ein fester Bestandteil und Höhepunkt im Herbst zum Saisonausklang. Sie erfreuen sich auch in der Bevölkerung und bei Gästen und Zuschauern aus nah und fern großer Beliebtheit. Die Jagd selbst ist aber nur durchführbar, weil wir von den Landwirten und Eigentümern die Erlaubnis erhalten, über deren Felder, Wiesen und Trockentäler zu reiten. Dafür an dieser Stelle auch ein herzliches
Dankeschön!
EventList powered by schlu.net

